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Jun
07

Richtlinien für einheitliche Qualitätsstandards in der Versicherungs- und Finanzberatung

Das Europäische Institut für Qualitätsmanagement finanzmathematischer Produkte und Verfahren (EI-QFM) wurde im August 2010 ins Leben gerufen. Es hat sich die Entwicklung von Qualitätsrichtlinien für die Vermittlung von Versicherungen und Finanzdienstleistungen auf die Fahnen geschrieben. Wir sprachen mit Professor Dr. Ralf Korn, Geschäftsführer des EI-QFM und Forscher an der TU Kaiserslautern sowie am Fraunhofer Institut (ITWM) und mit Thomas Wolf, Vorstand des Softwareanbieters Intelligent Solution Services AG (iS2) über Ziele, Arbeitsweise und Perspektiven des Institutes.

Warum gibt es diese junge neue Institution „EI-FQM“, und was will sie erreichen?
Ralf Korn: „Gerade die jüngste Finanzkrise mit ihren verheerenden Folgen war eine wesentliche Motivation, das EI-QFM zu gründen. Die Krise hat aufgezeigt, dass es an vielen Stellen im Finanzmarkt an Transparenz, Kompetenz und auch Qualitätsrichtlinien fehlt. Ziel des EI-QFM ist, Qualitätsstandards am Finanz- und Versicherungsmarkt zu etablieren. In die Erarbeitung werden sowohl Anbieter als auch Kunden als Marktteilnehmer sowie – ganz wesentlich – die Wissenschaft und politische Entscheider eingebunden.“

Wie will EI-FQM diese Ziele erreichen?

Ralf Korn: „Das EI-QFM will alle Betroffenen auf dem Weg zur Erstellung von Qualitätsstandards mitnehmen und so eine neutrale, von Lobbyarbeit freie Arbeit gewährleisten. Bestandteil unseres Konzeptes ist die Arbeit in Fachgruppen, in denen sich Experten einzelnen Themenkreisen widmen und diese auf Fachtagungen sowie in Hausarbeiten bearbeiten. Die Qualität des gesamten Prozesses wird nicht zuletzt durch unser hochkarätiges Kuratorium sichergestellt, dem hochrangige Wissenschaftler sowie Vertreter der Praxis angehören.“

Nach welchen Kriterien wählt EI-FQM seine Partner aus?

Ralf Korn: „Zunächst einmal ist das EI-QFM prinzipiell für jedermann offen. Jeder kann Vorschläge für Aspekte von Richtlinien, Anträge auf Einrichtung einer Fachgruppe zu einem speziellen Thema oder einfach nur Kommentare an das EI-QFM richten. Wir entscheiden dann, ob es sich um relevante Themen und Aspekte handelt und bringen diese in die zuständigen Fachgruppen ein. Um einen hohen Qualitätsstandard zu sichern, fordern wir von unseren Partnern allerdings auch den Nachweis ihrer Kompetenz. Das kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Manchmal ist die Qualifikation auch bereits auf den ersten Blick offensichtlich.“

Als erste Gruppe wurde die Fachgruppe „Altersvorsorge“ installiert. Wer arbeitet dort mit welchem Schwerpunkt?

Ralf Korn: „Die konstituierende Sitzung der Fachgruppe „Altersvorsorge“ fand im Januar 2011 im Fraunhofer-Institut ITWM in Kaiserslautern statt. Versicherungsunternehmen, Beratungshäuser und führende Anbieter von Softwarelösungen für die Finanzdienstleistungsbranche erarbeiten hier gemeinsam wichtige Grundlagen zur Implementierung von Qualitätssicherungsprozessen für die Branche. Die Fachgruppe „Altersvorsorge“ wird von Eberhard Froitzheim (AiP) geleitet. Als Pate aus dem Kuratorium steht dem Arbeitskreis mit Professor Dr. Klaus Heubeck ein ausgewiesener Experte zur Seite. Vor kurzem erfolgte das zweite Treffen. Dieses Mal war auch der Verbraucherschutz durch einen Repräsentanten der Zeitschrift Ökotest vertreten.
Generell ist die Arbeit sehr zielgerichtet und erfolgreich. Aus meiner Sicht haben wir hier eine sehr schlagkräftige Truppe zusammengestellt. Die nächste Sitzung ist bereits für Mitte Juli terminiert.“

Welche Ergebnisse erwarten Sie, und wie sieht der Zeitrahmen aus?

Ralf Korn: „Die Gruppe arbeitet mit Hochdruck und enger zeitlicher Taktung. Neben den Vorschlägen von Richtlinien im Bereich „Prozesse“ hat die Erstellung eines Testdatensatzes für Berechnungsbeispiele im Bereich der Altersvorsorge oberste Priorität.

In den Untergruppen „Prozesse“ und „Mathematik“ wurde die Arbeit so weit vorangetrieben, dass wir damit rechnen, noch in diesem Jahr einen ersten umfangreichen Testdatensatz zur Überprüfung von Software im Bereich Altersvorsorge vorlegen zu können. Der Themenschwerpunkt „Versicherungsmathematische Gutachten“ wird auf der nächsten Tagung gestartet.“

Herr Wolf, warum unterstützt iS2 die Qualitätssicherungs-Offensive des EI-QFM?

Thomas Wolf:“Seit mehr als 20 Jahren erstellen Versicherungsvertriebe auf Basis unserer Software Empfehlungen für ihre Kunden. Aktuell zählen wir 23 Unternehmen unterschiedlicher Größe zu unseren Bestandskunden. Dahinter stehen rund 185.000 Einzellizenzen. Daher haben wir sehr viel Erfahrung zu Annahmen und Berechnungen. Diese setzen wir in einem qualitätsgesichertem Softwareentwicklungsprozess um. Unsere Lösungen sind so konzipiert, dass sie prägnante und leicht verständliche Empfehlungen haftungssicher liefern. Weder Vertriebe noch Endkunden sollen in Komplexität ersticken.

Wir arbeiten in diesem Gremium mit, weil unsere Software haftungsrelevante Aussagen trifft. Unsere Lösungen erzeugen Beratungsaussagen mit Kaufempfehlungen. Auf dieser Basis wird der Versicherungskunde vom Abschluss eines Versicherungsproduktes überzeugt. Bis heute ist uns aus den unzähligen Beratungsgesprächen unserer Kunden kein einziger Haftungsfall bekannt. Dennoch ist es unser Ziel, die Rechtssicherheit dieser Beratungsaussagen für Vermittler noch weiter zu verbessern. Dies vor allem unter Berücksichtigung der gestiegenen Haftungsrisiken sowohl für den Berater als auch für die Versicherungsgesellschaften.“

Welchen Mehrwert bietet Ihnen als Softwareanbieter die Initiative?

Thomas Wolf: „Über unsere Praxiserfahrung hinaus sehen wir noch Potential zur Maximierung der rechtlichen Sicherheit. Dazu bedarf es branchenweit gültiger, von unabhängiger Seite testierter Normen. Wir möchten bei der Erarbeitung dieser Normen unsere Erfahrungen einbringen und sehen bei der EI-QFM die vertrauenswürdige, unabhängige Richtlinienkompetenz. Außerdem ist uns eine mit dem EI-QFM vergleichbare Organisation bisher nicht bekannt.

Ich kann nur sagen: Wer sich ernsthaft für die Qualitätssicherung der Beratungsprozesse in unserer Branche einsetzt, kommt aus meiner Sicht am EI-QFM nicht vorbei.“

Die Intelligent Solution Services AG (iS2) ist auf die Entwicklung vertriebsorientierter Beratungssoftware für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche spezialisiert. Als Beratungssystem-Hersteller konzipiert und realisiert iS2 für seine Kunden individualisierte Softwarelösungen. Standardkomponenten unterstützen den gesamten Akquise- und Beratungsprozess bis hin zum Angebot. Das Unternehmen mit Stammsitz in Marzling bei München wurde 1990 gegründet und ist verlässlicher Partner für aktuell 23 Unternehmen unterschiedlicher Größe und mit heterogenen Vertriebsstrukturen. Zurzeit erweitert iS2 sein Portfolio über die Vorsorgeberatung hinaus mit Bausteinen in Richtung eines kompletten Vertriebsportals.

iS2 AG
Sabine Wortmann
Am Bäckeranger 2
85417 Marzling
49 (8161) 606-19
www.is2.de
sabine.wortmann@is2.de

Pressekontakt:
BrunotteKonzept
Sabine Brunotte
Poppenbütteler Weg 214
22399 Hamburg
info@brunottekonzept.de
040 3558 7947
http://www.brunottekonzept.de

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