So wird ein Product Backlog mit unklaren Anforderungen aufgeräumt

Unklare Anforderungen führen zu Missverständnissen, ineffizienten Arbeitsprozessen und letztendlich zu unzufriedenen Stakeholdern und Teammitgliedern. Schauen wir uns mal an, wie wir dieses Problem lösen können.

In jedem Fall ist es wichtig, dass der Product Owner eng mit dem Entwicklungsteam und den Stakeholdern zusammenarbeitet. Regelmäßige, zielgerichtete Kommunikation ist dabei der Schlüssel.

Mit Unterstützung des Scrum Master müssen in Workshops und Meetings offene Fragen geklärt und Anforderungen präzisiert werden.

Der gut ausgebildete Product Owner sollte als Bindeglied zwischen dem Team und den Stakeholdern fungieren und sicherstellen, dass die Beteiligten ein gemeinsames Verständnis für das Produkt haben. Sinnvoll ist es auch ein regelmäßig stattfindendes Refinement Meeting zu installieren. In diesem Meeting können Anforderungen detaillierter und spezifischer besprochen werden.

Um verschiedene Perspektiven und Fachkenntnisse zu integrieren, muss das ganze Team in diesen Prozess eingebunden sein.

Ein zentrales Element von Backlogs sind ja die Backlog-Items. Überwiegend werden hierfür User Storys genutzt.

Diese müssen klar formuliert und möglichst spezifisch sein. Akzeptanzkriterien sind dabei ein wichtiger Bestandteil, da sie definieren, wann eine User Story als fertig im Sinne von Done, angesehen wird.

Dies hilft dem Team, klare Ziele zu haben und qualitativ hochwertige Ergebnisse zu liefern.

Überdies helfen Werkzeuge wie MoSCoW oder das Kano-Modell, die Anforderungen wert maximierend für Sprint und Produktziel zu identifizieren und zu priorisieren. Eine klare Priorisierung stellt sicher, dass das Team sich auf die wesentlichen Aufgaben konzentriert und die wertvollsten Features, bezogen auf die nächsten Ziele, zuerst liefert. Regelmäßige Feedback-Runden mit Stakeholdern sind dabei von großer Bedeutung. Durch diesen Austausch können wir sicherstellen, dass das Product Backlog die tatsächlichen Bedürfnisse und Erwartungen widerspiegelt. Stakeholder-Feedback, ist ein wertvolles Instrument, um Anforderungen zu präzisieren und das Produkt kontinuierlich zu verbessern. Hier sind die Stakeholder auch anzuhalten, Feedback zu geben – denn oftmals ist dies nicht der Fall.

Falls der Product Owner Schwierigkeiten hat, das Product Backlog effektiv zu managen, können gezielte Schulungen und Trainings helfen, seine Fähigkeiten zu verbessern.

Die Kernpunkte für ein besseres Product Backlog sind:

– Enge Zusammenarbeit mit dem Product Owner

– Backlog Refinement Meetings installieren

– Priorisierungshilfen nutzen

– Stakeholder einbeziehen

– Verbesserung der User Storys, auch mithilfe von Mentoren, vorantreiben.

In Betracht zu ziehen, wäre noch eine smarte Definition of Ready, auch wenn diese ihre eigenen Tücken bereithält.

Auch visuelle Hilfsmittel sind das A und O in der agilen Produktentwicklung, genau wie Retrospektiven, in denen die Anwendung des Prozesses betrachtet und verbessert wird.

Werden diese Maßnahmen umgesetzt, entsteht ein wichtiges Momentum für ein klares, vollständiges und spezifisches Produkt Backlog. Und ein solches Produkt Backlog ist die Grundlage für erfolgreiche Sprints, zufriedene Stakeholder, ein motiviertes Team und innovative Produkte.

Weitere Informationen sind unter frankschatz.com nachzulesen oder im Podcast ‚Franks agiler Augenblick‘ auf Spotify anzuhören.

Frank Schatz ist zertifizierter Mentor für agile Produktentwicklung mit über 25 Jahren Erfahrung. Er hilft Teams in Unternehmen, in schwierigen Situationen im agilen Umfeld, bessere Ergebnisse zu erzielen.

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